Ackerbau

Schwere Böden - gute Ernten

Unsere Ackerböden sind durch den hohen Ton- und Lehmanteil schwer zu bearbeiten. Vorteil ist jedoch die im Boden gespeicherte Feuchtigkeit, die uns in trockenen Jahren über die Sommerdürre hilft. Die Fruchtfolge besteht aus Kleegras zum Bodenaufbau - Weizen - Hafer - Dinkel. Diese sorgfältig ausgewogene Folge stärkt einerseits den Boden in der Abwehr von Krankheiten und Schädlingen, andererseits bietet sie durch ihre Produktvielfalt ein gewisses Maß an wirtschaftlicher Sicherheit. Dabei kommt nur ungebeiztes Saatgut aus eigenem Nachbau oder von anderen Biobetrieben und ausschließlich Sorten mit geringer Krankheitsanfälligkeit und hoher Standfestigkeit zum Einsatz. Die Getreide sind sämtlich als Demeter erzeugte Produkte anerkannt.

Mehr Geduld bringt mehr Ertrag ...

Alle Kulturmaßnahmen erfolgen mit großer Sorgfalt: Immer wieder nehmen wir den Spaten zur Hand, prüfen die Bodenverhältnisse und fahren erst dann mit den Maschinen aufs Land, wenn es ausreichend abgetrocknet ist. Anstelle von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln nutzen wir z.B. bodenverbessernde Pflanzen wie Kleegras, die auf natürliche Weise für Nährstoffreichtum und Abwehrkraft sorgen. Ein schonender Umgang mit dem Boden hält sein Gefüge intakt und garantiert gesundes Erntegut.

Die gesamten landwirtschaftlichen Flächen werden mit den biologisch-dynamischen Präparaten behandelt. Die Spritzpräparate Hornmist und Hornkiesel unterstützen einerseits das Bodenleben in der Ruhephase der Wintermonate (Hornmistpräparat) und unmittelbar das Pflanzenwachstum und die Pflanzengesundheit in der Sonnenlichteinwirkung während der Photosynthese (Hornkieselpräparat). Die Mist- und Kompostmieten werden mit den Kompostpräparaten behandelt, um die Umsetzungs- und Lebensprozesse im Kompost zu fördern. Alle biologisch-dynamischen Präparate entfalten ihre Wirkung auch im Wachstum der Pflanzen bis hin zum gesunden Endprodukt. Dies  findet auf einer feinstofflichen und energetischen Ebene statt und ist vergleichbar mit der Homöopathie.

Unsere Knicks: Typisch für Schleswig-Holstein und nützlich für den Ackerbau

Diese Wallhecken wurden bereits im Mittelalter als Begrenzung des jeweiligen Besitzes angelegt und stehen heute alle unter Naturschutz. Wir Biobauern freuen uns besonders über die vielen in den Knicks lebenden Vögel und Insekten, da sie uns helfen, unsere Ackerkulturen von Schädlingen freizuhalten. Bereits 1992 haben wir 4 km neue Knicks und 2 Teiche angelegt, die mit den bereits vorhandenen Wallhecken, Wald und Teichen nun ein weiträumiges Biotopverbund-System bilden. Die Knicks müssen alle 15 Jahre ‚geknickt', d.h. kurzgeschnitten werden. Wussten Sie, dass daher der Ausdruck ‚das kannste knicken' kommt?